
Meine Arbeiten die in Wuppertal zur BLACK MOUNTAIN CONNECTION entstanden, beziehen sich auf die Künstlergruppen die nach neuen Wegen suchen. Dazu gehören diejenigen, die sich in den 1940er Jahren im legendären Black Mountain College im US-Bundesstaat North Carolina trafen, um gemeinsam neue, interdisziplinäre Arbeitsmethoden auszuprobieren. Dazu gehörten sowohl emigrierte Bauhaus-Künstler als auch die Pop-Artisten aus NYC, z.B. Robert Rauschenberg. Gemäß dem Credo: „ …den Prozess gegenüber den Ergebnissen zu betonen.“ (John Andrew Rice) . Dieser liberale Gedanke erscheint mir In der aktuellen Situation besonders wichtig.
Eine weitere Arbeit bezieht sich auf die Ausstellung DYLABY, ein Kofferwort aus „Dynamisches Labyrinth“. Sie bezieht sich auf eine Ausstellung im Stedelijk Museum. Aufbauend auf den Grundlagen von „Bewogen Beweging “ verkörperte „Dylaby“ ein Spannungsverhältnis zwischen spielerischer Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Sechs Künstler, alle in den 1920er oder 30er Jahren geboren, nahmen teil: Per Olof Ultvedt, Robert Rauschenberg, Martial Raysse, Niki de Saint Phalle (die einzige Frau in der Gruppe), Spoerri und Tinguely. Die Künstler werden als Vorreiter einer neuen Gesellschaft präsentiert, die auf anarchistischer Freiheit und nicht auf sozialistischer Politik basiert: Die Kunst dieser Ausstellung ist auf dem Weg zu mehr Aktivität und Dynamik. Sie lässt alte Formen einer statischen Welt hinter sich, die nach gesellschaftlicher Stabilitat strebte. … [
Das One World Konzept sehe ich als ein Pendant, wo ich mit anderen internationalen KünstlerInnen in einer Art Symposium in Wuppertal zweieinhalb Wochen zusammen an einem offenen Ort, der Glasfabrik arbeiten konnte. Neben dem gemeinsamen Austausch und auch einigen Kooperationen trug die Atmosphäre dazu bei, dass man über neue Wege nachdachte und sie auch realisierte. Das ist in eine zweiten großen Arbeit, bestehend aus Cyanotypie, Collage und Malerei, eingeflossen, die ich in Wuppertal realisieren konnte.

Mit dem Projekt One World setzte die Bergische Kunstgenossenschaft e. V. (BKG) ihr internationales Engagement fort und führt den Geist der erfolgreichen Ausstellung Welcome Art aus dem vergangenen Jahr in einem kooperativen Format weiter. Im direkten Arbeitsprozess, an dem 15 KünstlerInnen aus 8 Partnerstädten Wuppertals beteiligt waren, wurde zwei Wochen in der alten Glasfabrik vor Ort gearbeitet, zusammen mit KünstlerInnen aus Be‘er Sheva (ISR), Berlin-Schöneberg (DE), Košice (SK), Liegnitz (PL), Matagalpa (NIC), Schwerin (DE), South Tyneside (ENG), St. Étienne (FR).
Ich zeige anläßlich der offenen Ateliers zum Sommerfest am Samstag den 29. August ab 15.30 in der Flurgalerie parterre rechts des Kulturhaus Schöneberg Arbeiten, die sowohl in Kooperation als auch eigenständig entstanden sind.



